Täglich erhalte ich Aufträge zu bestimmten Themen und Ereignissen kleinere und größere Texte zu verfassen. Letzte Woche rief Frau Wrobl an und gab einen Text über eine Papierfabrik in Auftrag:
“Hans, fahren sie nach Gmund und schauen sie sich genau um. Eine traditionsreiche Papierfabrik, seit 1829 am Tegernsee ansässig. Ich habe sie bereits bei Frau Wackerhage angemeldet. Halten sie die Augen auf. Schreiben sie etwas über die Geschichte der Büttenpapierfabrik, lassen sie sich den Produktionsprozeß erklären, und besorgen sie mir aus der Gmunder Papeterie fünf hübsche Weihnachtskarten.”
Für Frau Wrobl tue ich fast alles. Sie schanzt mir die echt interessanten Sachen zu. Tolle Ausflüge zum Tegernsee und so was. Wir waren mal beide zusammen in der Oberpfalz. Zum Geburtstag ihres Chefs. Mit der Regionalbahn bis Neumarkt. Das war ne lange Feier. Zurück nach München hat uns ein Kollege in seinem Auto mitgenommen. Auf einem Autobahnparkplatz ist dann eine unachtsame Frau mit ihren Wagen gegen den unseres Kollegen gefahren. Ist Gottseidank nicht viel passiert. Aber zum Oktoberfest bin ich nicht mit:
“Nee, Frau Wrobl, das ist mir nicht sicher.”
Also geht es diese Woche an den Tegernsee, ohne Frau Wrobl.